Fraunhofer: Die Ökobilanz der Luftfahrt verbessern

Das Fliegen verbraucht Ressourcen und belastet die Umwelt. Ein EU-Forschungsprojekt soll dies abmildern. Fraunhofer-Forscher arbeiten daran, die Beeinflussung der Umwelt beim Flugzeugdesign sichtbar zu machen. Ziel ist es, die Ökobilanz der Luftfahrt zu verbessern.

Fraunhofer: Die Ökobilanz der Luftfahrt verbessern

(ddp direct) (Darmstadt/Rostock/Graz) Umweltbewusste Menschen haben bei jeder Flugreise ein schlechtes Gewissen. Weite Strecken sind oft nur so ökonomisch sinnvoll zurückzulegen. Ein Flug um die halbe Welt ist jedoch alles andere als umweltschonend. Zwar ist die Luftfahrt nur für zwei Prozent der von Menschen verursachten CO2-Emissionen verantwortlich (Quelle: www.cleansky.eu ), aber Ressourcenverbrauch und Fluglärm belasten unsere Umwelt ebenfalls. Die Europäische Kommission und die Luftfahrtindustrie haben daher 2008 die gemeinsame Forschungsinitiative Clean Sky gestartet. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien für Flugzeuge, um Emissionen zu verringern und die Lärmbelastung zu reduzieren.

Am Fraunhofer IGD, der weltweit führenden Forschungseinrichtung für angewandtes Visual Computing, steht die Ökobilanz der Luftfahrt auf dem Prüfstein. Die Forscher entwickeln zusammen mit der Universität Stuttgart und der Softwarefirma PE International ein intelligentes Werkzeug für Flugzeugdesigner. Mit diesem ist es möglich, die Auswirkungen von Designentscheidungen auf die Umwelt schnell und einfach vorher zu sagen sowie alternative Gestaltungen zu testen. So wird der Produktionsprozess und Betrieb im Hinblick auf seine Umweltverträglichkeit verbessert.

Wir möchten die Gestalter bei ihrer Arbeit für die Auswirkungen auf die Umwelt sensibilisieren, erklärt Professor André Stork vom Fraunhofer IGD. Das Softwarewerkzeug ist dafür ausgelegt auch Anwender zu unterstützen, die keine Erfahrungen mit der Ökobilanzierung von Materialien und Produktionsschritten haben. Dies ist eine Besonderheit des Eco-Design Integrated Technology Demonstrator (ED-ITD), der mit seiner übersichtlichen Nutzerführung und Ergebnisdarstellung explizit für die Designer der Luftfahrtindustrie gedacht ist.

Die Forscher des Fraunhofer IGD präsentieren ihre aktuellen Forschungsergebnisse vom 27. bis 30. November auf der EuroMold 2012 in Frankfurt (Halle 11.0 Stand C66).

Weiterführende Informationen finden Sie unter:

www.cleansky.eu
www.euromold.com

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[M] Das Fliegen verbraucht Ressourcen und belastet die Umwelt. Ein EU-Forschungsprojekt soll dies abmildern. Die Forscher des Fraunhofer IGD entwickeln zusammen mit der Universität Stuttgart und der Softwarefirma PE International ein intelligentes Werkzeug für Flugzeugdesigner. Mit diesem ist es möglich, die Auswirkungen von Designentscheidungen auf die Umwelt schnell und einfach vorher zu sagen sowie alternative Gestaltungen zu testen. So wird der Produktionsprozess und Betrieb im Hinblick auf seine Umweltverträglichkeit verbessert.

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Das Fraunhofer IGD ist die weltweit führende Einrichtung für angewandte Forschung im Visual Computing. Visual Computing ist bild- und modellbasierte Informatik. Hierzu zählen Graphische Datenverarbeitung, Computer Vision sowie Virtuelle und Erweiterte Realität.

Das Fraunhofer IGD entwickelt Prototypen und Komplettlösungen nach kundenspezifischen Anforderungen. Die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IGD verwenden, erfassen und bearbeiten Bilder und Graphiken für alle denk-baren computerbasierten Anwendungen.

Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Fraunhofer IGD haben direkten Bezug zu aktuellen Problemstellungen in der Wirtschaft. Das Anwendungsspektrum der Konzepte, Modelle und Praxislösungen ist sehr vielfältig aber auch spezialisiert. Es reicht von der Virtuellen Produktentwicklung über Medizin, Verkehr bis hin zu multimedialem Lernen und Training.

Gemeinsam mit seinen Partneruniversitäten forscht das Fraunhofer IGD an verschiedenen Schlüsseltechnologien und arbeitet mit Unternehmen unterschiedlichster Industriesektoren zusammen. Das Fraunhofer IGD hat neben dem Hauptsitz in Darmstadt weitere Standorte in Rostock, Graz und Singapur. Es beschäftigt mehr als 200 (vollzeitäquivalente) feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Etat beträgt über 16 Millionen Euro.

Kontakt:
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64283 Darmstadt
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