Prozessauftakt

Guatemalas ehemaliger Diktator Jose Efrain Rios Montt muss sich ab morgen in einem Völkermordverfahren vor Gericht verantworten. Ihm werden Mord, Folter und die Zwangsumsiedlung Tausender Maya-Indianer vorgeworfen.

Während der Kämpfe in Guatemala von 1960 bis 1996 kamen nach Angaben der Vereinten Nationen rund 200.000 Menschen ums Leben oder verschwanden spurlos. Vor allem während der Herrschaft des von den USA unterstützten Diktators Rios Montt von März 1982 bis August 1983 wurden zahlreiche Massenmorde an der indigenen Bevölkerung verübt, dabei kamen auch viele Frauen und Kinder ums Leben.